Darf ich glücklich sein....

Darf ich glücklich sein während andere Menschen auf unserer Welt leiden?

Das habe ich mich früher oft gefragt. Denn ich hatte oft ein schlechtes Gewissen, dass es mir so gut geht, während andere nichts zum Essen, zu Trinken und keine Zuhause haben oder im Krieg leben (die Liste kann man noch lange weiterführen). Dank einer meiner Meditationslehrer und dem Lesen vieler Buddhistischer Texte konnte ich eine Antwort finden.

Es ist so, dass du der Welt mehr dienst, wenn du glücklich bist, voller Liebe und in deiner Kraft. Alles hier auf der Erde und im Universum ist Energie, alles ist verbunden. Ich stelle es mir immer vor wie eine Tasse Cappuccino. Die (Hafer-)Milch ist die positive Energie aller Lebewesen, dazu gehört die Liebe, das Mitgefühl, das innere Licht, die Freude, das Glück, das Lachen, die Zuversicht, die Hoffnung, das Vertrauen, die Dankbarkeit und alles was uns dabei hilft, diese Gefühle zu empfinden. Die negative Energie aller Lebewesen– Angst, Wut, Ärger, Unfreundlichkeit, Verurteilung, Neid, Missgunst, Mitleid - ist der Kaffee. Desto mehr Lebewesen nun also im Licht sind, desto heller wird der Cappuccino (und unsere Welt), desto mehr Negativität, desto dunkler und bitterer wird er.

Es ist also ungemein wichtig, besonders in Zeiten wie diesen dafür zu sorgen, dass es dir gut geht, dass du Dinge tust die dein Licht strahlen lassen, die Liebe und Frieden in der Welt verbreiten. Tue es voller Demut, voller Dankbarkeit, in dem Wissen was für ein Privileg es ist, so viel zu haben und in einer friedlichen Gegend zu leben. So kannst du dein schlechtes Gewissen, was auch eine negative Energie ist, loslassen.

Ich mache zur Zeit alles was mir Freude macht und gut tut voller Dankbarkeit und mit der Einstellung, dass ich es für das Wohl aller Lebewesen tue. Egal ob ich meine Matte ausrolle, in der Natur spazieren gehe, mit anderen Menschen singe, Zeit mit meinen Freuden und meiner Familie verbringe, meinen geliebten Beruf ausüben, Zeit im Garten oder mit einem schönen Buch verbringe.

 

Und es geht darum weise zu wählen womit du deine Zeit verbringst. Tut es dir wirklich gut ständig (Schreckens-)Nachrichten zu konsumieren oder dich stundenlang in den Sozialen Medien aufzuhalten? Es geht nicht darum wegzuschauen, aber es stellt sich auch hier die Frage womit du dir, deiner nächsten Umgebung und damit auch der ganzen Welt mehr dienst. Wenn du voller Sorge und Angst ins Bett gehst oder nach einer Meditationseinheit ganz friedlich und dankbar einschläfst?